Drei Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: Veränderungen im Handel und darüber hinaus nicht nur zu begleiten, sondern aktiv mitzugestalten. Was dafür 2026 bei Bonial entscheidend wird, zeigen Stimmen aus unserem Führungsteam. Sie geben Einblicke in unsere Marktpositionierung, die technologische Weiterentwicklung unserer Produkte und eine Unternehmenskultur, die Wandel ermöglicht und Nähe schafft. Ihre Perspektiven teilen Florian Reinartz (Sales & Marketing), Karsten Lehmann (Produkt) sowie Sophie Genschow und Melanie Hansen (People & Culture).
Sales & Marketing
Florian Reinartz, CCO/CMO & Geschäftsführer
Welche Entwicklung im Handel wird 2026 für Bonial entscheidend und wie sollten wir darauf reagieren?
In unseren Gesprächen mit Händlern hören wir immer wieder von einer zentralen Entwicklung: Für Händler wird die Verteilung von Print-Handzetteln immer schwieriger. Steigende Mindestlöhne und wegbrechende Verteilgebiete treiben die Kosten hoch und machen Print zunehmend schwierig planbar. Für Händler, die noch nicht aus Print ausgestiegen sind, wird die Substitution von Print-Reichweite – und teilweise auch von linearer TV-Reichweite – durch digitale Kanäle entscheidend.
Die Nachfrage verschiebt sich dementsprechend hin zu digitalen Lösungen, die lokal relevante Reichweite effizient liefern. Dazu gehören natürlich unsere Angebotsportale kaufDA und MeinProspekt, aber auch dynamische, hyperlokal aussteuerbare Formate auf nationalen Webseiten sowie großen Plattformen. Genau hier setzen wir mit Bonial Reach und dem Digital Brochure Ad an: Wir nutzen lokale Angebots- und Standortdaten von unseren Plattformen. Wir erzeugen automatisiert Werbemittel im CI des Händlers. Dabei entsteht quasi kein Aufwand für Kunden. Und wie bei unseren Plattformen gilt: Wir steuern diese Formate performanceorientiert aus. Es wird nur bezahlt, wenn Nutzer wirklich interagieren. Das sichert Effizienz und einen transparenten ROI. Zwei Faktoren, die im aktuellen Konsumumfeld wichtiger sind als je zuvor.
Produkt
Karsten Lehmann, CPO & Geschäftsführer
Was wird für Bonial 2026 der größte Hebel sein, um Nutzer:innen und Handel weiterhin marktführend zu bedienen und gleichzeitig Innovationen voranzutreiben?
Entscheidend ist für uns auch in diesem Jahr: Den Wettbewerb im Markt gewinnt 2026 nicht das Team mit den meisten Demos und Prototypen, sondern das mit der besten Execution und einer gezielten, spürbaren strategischen Weiterentwicklung. Genau da setzt unsere Reach Digital Brochure Ad an, die wir Ende 2025 gestartet haben. Der eigentliche Hebel ist dabei nicht ein isoliertes Werbeformat, sondern der dahinterliegende Plattformansatz. Wir kombinieren strukturierte, lokale Angebotsdaten mit echtem Verständnis dafür, was gerade bei unseren Nutzer:innen gut ankommt. Ein hoher Automatisierungsgrad ermöglicht eine klare, verlässliche und lokal präzise Werbeaussteuerung. Wirksam, skalierbar, messbar und durch geballte Plattformpower anderen Anbietern nachhaltig voraus.
Auch unsere Bonial Apps und Websites entwickeln sich 2026 weiter. Wir lösen uns noch klarer vom alten Prospekt-Denken als bloßem "Angebots-Container". Stattdessen rücken die konkreten Angebote und ihre Relevanz für Shopper und Händler noch stärker in den Fokus. Dafür werden aktuell noch bestehende Mechaniken bewusst hinterfragt, aufgebrochen und dann gezielt weiterentwickelt. Unsere Apps und wie sich ihre Bedienung anfühlt, werden sich spürbar verändern. Bonial entwickelt sich so vom digitalen Angebotsaggregator zu einem dynamischen Shopping Companion, der Nutzer:innen aktiv bei Entscheidungen unterstützt und perspektivisch auch über konversationelle KI-Interfaces Mehrwert schafft.
People & Culture
Sophie Genschow & Melanie Hansen, Co-Head of People and Culture
Welche Veränderung, groß oder klein, wird uns 2026 als Organisation spürbar weiterbringen?
Wir steigen direkt zum Jahresbeginn tief in unsere People-Prozesse ein, die wir weitestgehend automatisieren wollen. Damit wollen wir Zeit für das gewinnen, was People & Culture im Kern ausmacht: den direkten Austausch mit unseren Mitarbeitenden. Dieser Veränderungsprozess wird uns als Team herausfordern, weil er uns dazu bringt, unsere bisherige Arbeitsweise kritisch zu hinterfragen und uns dadurch neu aufzustellen. Diesen Prozess gilt es sensibel zu gestalten und kommunikativ zu begleiten. Gleichzeitig eröffnet er uns neue Möglichkeiten. Besonders wichtig ist uns dabei, unsere Führungskräfte eng einzubinden, denn sie prägen Kultur und Zusammenarbeit im Alltag maßgeblich. Eine starke Arbeitskultur bleibt unser wichtigster Hebel. Genau deshalb gestalten wir unsere Prozesse so, dass sie Nähe ermöglichen, statt Distanz zu schaffen.